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15. Januar 2019
Bertram Hennig

VATER FORTSCHRITT, MUTTER COURAGE.

Der unternehmerische Erfolg hat viele Väter. Aber niemand spricht von der Mutter. Dabei ist die Courage eine der wichtigsten Eigenschaften, die den Unternehmer vom Unterlasser abgrenzt. Erst der Mut, bewusst Risiken einzugehen, hat große Erfolgsgeschichten nicht nur in der Wirtschaft geschrieben. Gerade als Werbe- und Marketingagentur sind wir von WMW häufig mit diesem Thema konfrontiert. Grenzen zu überschreiten gehört zu unserem täglichen Geschäft. Dabei tun wir uns nur vermeintlich leicht, Empfehlungen und Ratschläge zu geben, da uns die Folgen daraus nur indirekt betreffen. Wir sehen vor allem den Lohn des Mutes, wenn unsere Kunden bisher unerkannte Potenziale erkennen und daraus resultierende Chancen konsequent nutzen. Es stellt sich also die Frage: Wie couragiert darf, ja wie mutig muss ein Unternehmen agieren, um Erfolg zu haben?

Um zu verstehen, warum sich Menschen progressiv oder (scheinbar) konservativ verhalten, hilft es, sich die Entscheidungstypen etwas genauer anzusehen. Der risikoorientierte Entscheider fokussiert sich auf die Risiken und damit verbundene Folgen. Wer allerdings nur darauf aus ist, Risiken zu vermeiden, unterliegt häufig einem allzu menschlichen Denkfehler. Denn auch das Beibehalten des bisherigen Verhaltens birgt ein Risiko. Durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen ist der Markt einem ständigen Wandel ausgesetzt. Und auch die Konkurrenz schläft nicht. Was bisher also funktioniert hat, lässt sich nicht zwangsläufig als Erfolgsrezept in die Zukunft fortsetzen. Die Folgen des „Weiter so!“ werden meist erst realisiert, wenn es zu spät ist. Sogenannte „disruptive Geschäftsmodelle“ wirbeln bisher gut etablierte Märkte in relativ kurzer Zeit durcheinander. Amazon und das Einzelhandelssterben ist dafür nur ein Beispiel von vielen.

Gratismut ist keiner

Der chancenorientierte Entscheider betrachtet aus einer gänzlich anderen Perspektive kontinuierlich das Potenzial der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und bewertet sie im Abgleich mit Trends und Entwicklungen. Da er kaum über Erfahrungswerte verfügt, die er für eine Prognose des Erfolgs- und Misserfolgs verwenden kann, kommt er bei aller Rationalität ohne eine wichtige Eigenschaft nicht aus: Mut. Und den gibt es niemals gratis. Verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Risiken bedeutet taber auch, die Folgen und Folgekosten der eigenen Entscheidung zumindest abzuschätzen. Das beruhigt nicht nur, sondern gibt einem auch sinnvolle Erfolgskriterien an die Hand. Oder um es mit einem Bild zu beschreiben: Der Sprung ins kalte Wasser wird etwas angenehmer, wenn man vorher die große Zehe hineinsteckt.

Marketing und Mut gehören zusammen

Der Bereich Marketing ist wie geschaffen, mit Mut und fortschrittlichen Ideen neues Terrain zu gewinnen. Allerdings darf man ihn nicht verkürzt und damit verfälscht nur als „Vermarktung“ verstehen, wie dies leider allzu oft gemacht wird. Marketing ist eine Unternehmenseinstellung, bei der sich permanent ändernde Erwartungen und Bedürfnisse von Kunden und anderen Interessensgruppen in den Mittelpunkt gestellt werden. Dies geschieht in den vier Feldern Produkt-, Preis-, Vertrieb- und Kommunikationsstrategie. Hier gilt es in Hinblick auf die Kundenorientierung Verbesserungen zu erzielen und als Innovationen einzuführen. Das ist leichter gesagt als getan. Denn während man bei den Kundenerwartungen noch einigermaßen sicher sein kann, bleiben die Kundenbedürfnisse oft im Verborgenen. Und auch, wenn mithilfe eines strukturierten Innovationsprozesses die meisten Risiken auf ein Minimum reduziert werden können: Ein Quäntchen Courage gehört immer noch dazu.

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DAS SOLL ES SCHON GEWESEN SEIN?

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